Herzlich Willkommen auf der Homepage vom Bürgerhaus Hillesheim

Im Jahr 2003 wurde die OG Hillesheim Schwerpunktgemeinde im Rahmen der Dorferneuerung. Großer Wunsch war es im Rahmen der Dorferneuerung ein neues Bürgerhaus zu schaffen. Als erstes großes Projekt wurde jedoch für die Kinder und Jugendlichen eine naturnahes Freizeitgelände (10.000m2) realisiert.
Nun stand das Projekt Bürgerhaus an.
Im Jahr 2005 wurde der Gemeinde eine nicht mehr genutzte Scheune in Innerortslage und der anschließende Garten zum Kauf angeboten.
Durch einen neuen Zugang erschlossen, konnte die Scheune neu genutzt werden ohne das Ensemble im ehemaligen Hof zu verändern. Ein Neubau mit einem Saal für 180 Personen wurde in Passivhausbauweise neben die bestehende Scheune gestellt. Im Altbau sind alle Nebenräume sowie ein Bereich für die Jugend untergebracht.
Der Ausbau der ehemaligen Scheune erfolgte als "Haus im Haus" wobei die Bruchstein-Außenwände Außenhülle für das neu hinein gestellte Volumen sind.
Die Scheune ist im Foyer des Dorfgemeinschaftshauses auch nach dem Umbau noch sicht- und erlebbar. Hier wurde außerhalb des "Haus im Haus" die Struktur des Altbaus bis unter die Dachziegel sichtbar belassen.
Der Neubau zeigt einen Grundriss mit Längs- und Querschiff, wobei das Querschiff im Dach die Verbinndung zum Dach der Scheune schafft.
Der klassische Grundriss des Versammlungsraums, der besonders gut an der Dachkonstruktion mit sehr reduzierten Stahlbindern ablesbar ist, schafft einen klaren, ruhigen Innenraum für die vielfältigen Nutzungen der Halle.
Die späteren Unterhaltungskosten sollten für die kleine Ortsgemeinde Hillesheim so gering wie möglich gehalten werden. Aus dieser Intension schlug die Architektin vor das Projekt als Passivhaus zu konzipieren. Die anfängliche Skepsis von Bauherr und Gemeinderat ist während der Ausführung einer immer größeren Begeisterung gewichen, so dass das Konzept bis zur Fertigstellung sogar auf ein Null-Energiehaus erweitert wurde.
Dach, Bodenplatte und Außenwände sind jeweils ca. 30 cm stark wärmege-dämmt.
Es wurden 2 Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Der Rest-wärmebedarf des Gebäudes wird über eine Wärmepumpe mit Erdbohrungen gedeckt.
Durch Einbau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Neubaus wird der Energiebedarf für den Betrieb der Erdwärmepumpe, der Lüftungsanlagen und der sonstigen Strombedarfs für die Beleuchtung und Beschallung, sowie der Küche gedeckt.
Das Projekt wurde gefördert aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes Rheinland-Pfalz, sowie aus dem Programm für energieeffiziente Neubauten Rheinland-Pfalz. Bisher wurden ca. 8.500 Arbeitsstunden Eigenleistung erbracht!!